Die Mitglieder der Lebenshilfe Lindau haben auf ihrer Versammlung am 25. Juni 2026 mit großer Mehrheit einer Neufassung der Vereinssatzung zugestimmt.
Mit 32 Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen ebneten sie den Weg für eine neue Führungsstruktur.
Damit wurde der Weg freigemacht für den Transformationsprozess von einem ehrenamtlichen Vereinsvorstand in ein zukunftsfähiges Aufsichtsratsmodell mit hauptamtlicher Vorstandschaft.
Hubert Traut, amtierender Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Lindau, ordnete das Abstimmungsergebnis historisch ein:
„Was heute hier passiert ist, ist ein epochaler Schritt für die Lebenshilfe Lindau!“
Ein Schritt, der geboten war. „Die Komplexität in der Sozialwirtschaft hat massiv zugenommen - das trägt niemand mehr allein“, betonte Traut. „Die Entscheidung für das Aufsichtsratsmodell und eine hauptamtliche Doppelspitze im Vorstand verteilt die Verantwortung auf kompetente Schultern. Daraus ergibt sich neues Potenzial und strategischer Handlungsspielraum.“
Esther Hofmann, amtierende Geschäftsführerin der Lebenshilfe Lindau, betonte im Anschluss an das erfolgreiche Votum der Mitglieder: „Diese Strukturreform ist kein Selbstzweck, sondern ein Versprechen an die Menschen, für die wir uns tagtäglich einsetzen. Indem wir wirtschaftliche und pädagogische Kompetenz auf Augenhöhe bündeln, gewinnen wir jene Agilität und Stabilität, die wir in diesen Zeiten benötigen.“
Angesichts wachsender Anforderungen in der Sozialwirtschaft folgt die Lebenshilfe Lindau mit der neuen Struktur einem bewährten Trend. Nach Angaben von Dr. Christoph Dorau, der die Lebenshilfe Lindau als Rechtsberater bei dem Prozess begleitet, haben in den vergangenen zehn Jahren bereits rund 50 soziale Einrichtungen, darunter 16 Lebenshilfen, ein vergleichbares Modell eingeführt.
Dr. Albert Kirchmann, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe, dankte dem aktuellen Vorstand für „die wichtige Weichenstellung“, mit der auch „die Chance auf einen Neuanfang“ einhergehe.
Kirchmann und Traut waren sich einig über die Ausarbeitung einer Zukunftsvision für die Lebenshilfe Lindau. Mit dieser solle die zentrale Frage beantwortet werden: „Wie soll die Lebenshilfe im Jahr 2030 und darüber hinaus aussehen?“
Ein solches strategisches Leitbild schaffe „Orientierung, Sicherheit und Motivation – für bessere Strukturen, bessere Angebote und neue Ideen.“ Denn am Ende, so Kirchmann, gehe es nicht um Satzungen oder Organigramme: „Es geht um Menschen.“
EINFACHE SPRACHE:
Die Mitglieder von der Lebenshilfe Lindau haben sich getroffen.
Sie haben über neue Regeln für den Verein abgestimmt.
Die große Mehrheit hat Ja zu den neuen Regeln gesagt.
Der Verein bekommt jetzt eine neue Leitung.
Früher haben Menschen den Verein in ihrer Freizeit geleitet.
Jetzt machen das Fachleute als richtigen Beruf.
Die Arbeit im Verein ist nämlich sehr schwer geworden.
Die neue Leitung soll den Verein sicher für die Zukunft machen.
Das Wichtigste ist dabei: Es geht immer um die Menschen.
Michael Wollny
Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit & Social Media
michael.wollny@lh-lindau.de

