Normalerweise legt sich am Abend eine beschauliche Ruhe über die Lindenberger Werkstätten und ersetzt die geschäftige Betriebsamkeit des Tages. Nicht so an diesem Montag, als grelle Scheinwerfer und Stirnlampen die Dunkelheit verdrängten und laute Kommandos die Stille durchbrachen.
Die Feuerwehr Lindenberg hatte bei der Lebenshilfe Lindau und den Lindenberger Werkstätten eine Brandschutzübung angefragt, wie Werkstattleiter Frank Borkert erzählt. Und die wurde am Montagabend durchgeführt.
“Das war nicht so ganz einfach, weil bei der Übung eine Vernebelung in der Werkstatt stattfinden sollte. Wir konnten aber nicht ausschließen, dass das in unserer Produktion Probleme bei einigen elektrischen Bauteilen und Komponenten verursacht. Daher hat sich die Feuerwehr nach Absprache für die Simulation einer Verpuffung im Technikraum entschieden”, so Borkert.
Dabei wurden insgesamt vier verletzte “Personen” auf allen Etagen verteilt. Bei den Opfern handelte es sich um Dummys mit einem Körpergewicht von rund 80 Kilogramm, die unter Einsatz von Atemschutzgeräten aus den Räumen geborgen werden mussten.
“Das Licht war aus, es gab nur die Notbeleuchtung. Und die Sicht wurde durch die Vernebelung zusätzlich erschwert”, schildert Borkert die Herausforderungen, vor die sich die Lindenberger Feuerwehr gestellt sah.
An der Übung waren über 50 Feuerwehrleute beteiligt, zahlreiche Fahrzeuge waren im Einsatz. Auch an der Wendeplatte in der Lauenbühlstraße fanden Übungen statt. Auf Martinshorn und Blaulicht wurde verzichtet.
Nach rund anderthalb Stunden war die Übung beendet und der Probeeinsatz wurde in einer Manöverkritik reflektiert, damit auch im Ernstfall die richtigen Schritte, Handgriffe und Entscheidungen Gebäude und vor allem Menschenleben retten.
Wir danken allen Rettern der Lindenberger Feuerwehr für ihren unschätzbaren Einsatz und wünschen alles Gute, Glück, Gesundheit und den Schutz des heiligen Florian in jedem Einsatz.








