Ein bisschen Wetter-Krimi, jede Menge strahlende Gesichter und ein unschlagbares Gemeinschaftsgefühl – das diesjährige inklusive Lauf-Event der SG Niederwangen war wieder einmal ein absolutes Highlight.
Schon vor dem Start hieß es erst einmal: flexibel bleiben. Da das Thermometer ordentlich in die Höhe geklettert war, wurde die Laufzeit kurzerhand auf 45 Minuten verkürzt – der Gesundheit und dem Spaß aller zuliebe.
Pünktlich zum Startschuss zogen zwar Wind und dunkle Wolken auf, doch der Wettergott hatte ein Einsehen: Der Himmel hielt dicht, und wir konnten bis zur allerletzten Minute durchpowern.
Erst weit nach dem Lauf verabschiedete sich der Tag mit einem kleinen Schauer.
Der olympische Gedanke zählt
Ob am Ende eine Runde auf dem Konto stand oder gleich mehrere – darum ging es überhaupt nicht. Was zählte, war das Miteinander, gemäß unseres Mottos: Natürlich.Gemeinsam.
Insgesamt vier fantastische Teams waren für uns am Start:
- Slow But Slay
- Team Lebenshilfe Lindau
- Wohnheim-Sprinter
- Inklusiv Olympia
Alles Teams der Lebenshilfe Lindau. Nur eines ausdrücklich so benannt, um uns klar erkennbar in die Starterliste zu setzen.
Jedes unserer Teams bestand aus fünf Läuferinnen und Läufern. Das Besondere: Jeweils vier Personen mit Behinderung bildeten mit je einer Person ohne Behinderung ein festes Team.
Ein großes Dankeschön geht an Sandra, Alice und Margarete aus der Werkstatt sowie an unsere Architektin Heike Nickel, die die Verantwortung für die Teams übernommen haben.
Ein ebenso riesiger Dank gilt Tim, Niklas, Jörg und Elisabeth aus dem Wohnheim. Sie waren zwar nicht offiziell gemeldet, liefen aber abseits der Wertung als unverzichtbare Begleitung für alle unsere Sportlerinnen und Sporler mit, die Unterstützung brauchten.
Spontane Wechsel und echte Jubelmomente
Sportlich wurde es noch einmal spannend: Da Peter leider ausfiel, sprang Karin spontan ein und konnte noch offiziell nachgemeldet werden.
Alle Betreuten sind über sich hinausgewachsen und haben eine super Performance auf die Strecke gelegt. Unterstützt wurden sie dabei vom lautstarken Applaus des Wohnheim 2, das als treue Fangemeinde am Streckenrand alles gab. Sehr gefreut hat uns auch der Jubel der Zuschauer, die den Lauf der SG Niederwangen in jedem Jahr besonders stimmungsvoll machen.
Und der Einsatz wurde belohnt: Unser Team „Slow But Slay“ erkämpfte sich einen grandiosen 3. Platz in der Kategorie der Inklusionsteams!
Neben den glänzenden Medaillen durften sie sich über einen prall gefüllten Geschenkkorb freuen. Aber leer ging an diesem Tag ohnehin niemand aus: Am Ende bekam jeder einzelne Läufer eine wohlverdiente Medaille umgehängt sowie eine schöne Urkunde als Erinnerung.
Ein starkes Zeichen in der Freizeit
Nach der Anstrengung kam das Vergnügen: Bei gutem Essen und den fröhlichen Klängen der Reisegruppe Fröhlich ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.
Besonders schön war, dass wir durch unsere einheitlichen Team-T-Shirts als große Gemeinschaft sofort ins Auge stachen – ein tolles optisches Zeichen für unseren Zusammenhalt.
Was diesen Tag aber wirklich besonders gemacht hat, ist das ehrenamtliche Engagement im Hintergrund. Abgesehen von den Kolleginnen und Kollegen aus den Wohngruppen, die ohnehin im Dienst waren, haben alle anderen – ob aus der Werkstatt oder der Verwaltung – diesen Tag komplett in ihrer Freizeit gestaltet. Gleiches gilt für die vielen Helfer und Unterstützer der SG Niederwangen.
Ohne diesen großartigen, freiwilligen Einsatz wäre es logistisch und personell gar nicht machbar gewesen, so vielen Menschen mit Unterstützungsbedarf die Teilnahme zu ermöglichen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Läufer, Unterstützer, Organisatoren und Fans. Ihr habt diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht! Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!
Ein Text von Simone Roth
EINFACHE SPRACHE:
Die SG Niederwangen hat einen großen Lauf gemacht.
Es war sehr heiß, deshalb war der Lauf etwas kürzer.
Am Start gab es viel Wind und Wolken, aber das Wetter hat gehalten.
Vier Teams von der Lebenshilfe Lindau haben mitgemacht.
In jedem Team haben Menschen mit und ohne Behinderung zusammen Sport gemacht.
Manche sind schnell gelaufen, andere sind gemütlich gelaufen.
Das war egal, denn der Spaß und das Mitmachen waren wichtig.
Viele Betreuer haben in ihrer Freizeit geholfen und die Läufer begleitet.
Die Zuschauer und das Wohnheim 2 haben alle lautstark angefeuert.
Das Team „Slow But Slay“ hat sogar den tollen 3. Platz geschafft.
Am Ende haben alle Läufer eine echte Medaille und eine Urkunde bekommen.
Danach gab es leckeres Essen, Musik und viel Freude.
