Leichte Sprache
Natürlich. Gemeinsam.

Jugendparlament und Team Lebenshilfe Lindau bringen Farbe in den Alltag

Über die Jugend zu lästern und zu schimpfen, ist recht billig und bequem. Das war schon immer so und gilt aktuell besonders für die viel gescholtene Generation Z & Alpha. 

Bei der Lebenshilfe Lindau lernen wir in Sozialpraktika und unseren Ausbildungsberufen junge Menschen persönlich(!) kennen – und wertschätzen. Fazit: Die GenZ ist definitiv besser als ihr medial zerrupfter Ruf.

Das beweisen auch Rosanna, Greta, Maike und Alina. Die vier Mädchen im Alter von 13 bis 16 Jahren engagieren sich für das Jugendparlament in Lindenberg. „Ich wollte einfach etwas Gutes für die Gesellschaft tun“, begründet Rosanna ihr Engagement. 

Alina möchte „etwas bewegen und in Lindenberg für Jugendliche mehr Möglichkeiten mitgestalten“. 

Greta bringt ihre Beweggründe so auf den Punkt: „Ich möchte etwas mit Menschen für Menschen machen.“

Die Teenager formulieren auf ihre Art ein wunderbares Verständnis von politischem Wirken, an dem sich viele Erwachsene ein Beispiel nehmen könnten. Die Nörgelei an ihrer Generation nehmen Rosanna, Greta, Maike und Alina zwar durchaus wahr, lassen sich davon aber nicht beeindrucken – im Gegenteil. 

„Für mich ist das eher eine zusätzliche Motivation, es den Kritikern zu zeigen, dass sie falsch liegen“, meint Rosanna. Und Alina bestätigt: „Mit meinem Engagement für das Jugendparlament will ich diese Vorurteile auch entkräften.“

Etwas bewegen. Gestalten. Vorurteile entkräften. Mit Menschen etwas für Menschen und die Gesellschaft machen. Eigentlich absehbar, dass sich bei so vielen Gemeinsamkeiten auch irgendwann die Wege der vier Jugendlichen mit dem Team Lebenshilfe Lindau kreuzen mussten.

Eine gelbe Telefonzelle aus längst vergangenen Tagen hat ihren Platz am Lindenberger Jugendhaus gefunden. Dort wartet sie auf ihre neue Bestimmung als Bücherbox. Sie soll als kostenlose Literatur-Tauschbörse für junge Menschen dienen und noch mehr Jugendliche zum Lesen animieren. 

Die Telefonzelle ist gegenwärtig entkernt und leer. Betreute der Lebenshilfe Lindau helfen nun unter Anleitung von Sarah Ebner aus dem Sozialdienst-Team der Lebenshilfe beim Innenausbau. Bereits vor Weihnachten wurden Seitenwände und Regalböden in der Schreinerei der Lebenshilfe zurechtgeschnitten. Mitte Januar wurde dann begonnen, Farbe ins Spiel zu bringen.

„Die Kooperation entstand durch die Initiative von Ramona Krause, die das Jugendparlament in Lindenberg begleitet“, erklärt Sarah Ebner die Hintergründe. 

„Schon im letzten Jahr haben wir gemeinsam mit einigen Beschäftigten das Werteprojekt in unserer Werkstatt umgesetzt – von da kannten wir uns bereits. Ramona erzählte mir von der tollen Idee der Jugendlichen, ein Büchertauschregal zu schaffen – am liebsten in einer alten Telefonzelle. Das war natürlich ein spannender Vorschlag. Ich brachte daraufhin unsere Schreinerei ins Spiel, und nach einer ersten Besprechung mit dem Abteilungsleiter war schnell klar: Das möchten wir gemeinsam realisieren!“

Hier lesen: Werteprojekt - Mutmach-Botschaften in Zeiten von Sorgen und Ängsten

Rosanna, Greta, Maike und Alina kamen jüngst nach der Schule in die Lindenberger Werkstätte und griffen zu Farbtube, Pinsel und Rolle – tatkräftige Unterstützung erhielten sie von Stefan, Sandra, Damla und Katharina aus dem Team Lebenshilfe Lindau.

„Ich finde es wirklich beeindruckend, mit welchem Engagement die Jugendlichen ihre Ideen vorantreiben. Es ist so wichtig, ihre Ideen und Wünsche ernst zu nehmen und sie in ihrer Kreativität zu unterstützen“, betont Sarah Ebner.

Die Idee der Bücherbox findet sie „einfach klasse“. In der Hoffnung, dass sie von Vandalismus verschont bleibt, könnte die Bücherbox „zu einem Ort des Austauschs für alle“ werden, ist sich die Sozialpädagogin sicher.

Während der gemeinsamen Malaktion kommt es bereits zum Austausch. Die Jugendlichen hätten von zahlreichen Projekten in Lindenberg erzählt und von vielen weiteren Ideen, wie sie die Stadt für Jugendliche, aber auch für alle weiteren Altersgruppen noch lebenswerter machen möchten. „Da kann man einfach nur sagen: Wow. „Dieses Engagement verdient Anerkennung!“, so Ebner.

In der Tat ein tolles Projekt, das wir sowohl auf unserer Homepage als auch auf unseren Social-Media-Kanälen Instagram und Facebook weiter begleiten werden.

VIDEO - Von der Telefonzelle zur Bücherbox: Erste Schritte

EINFACHE SPRACHE:

Viele Menschen schimpfen über junge Leute.
Besonders oft wird über die Generation Z schlecht geredet.

Wir von der Lebenshilfe Lindau sehen das anders.
Wir arbeiten oft mit jungen Menschen zusammen.
Wir schätzen sie sehr.

Vier Mädchen zeigen das besonders gut.
Sie heißen Rosanna, Greta, Maike und Alina.
Sie sind zwischen 13 und 16 Jahre alt.
Sie machen im Jugendparlament in Lindenberg mit.

Rosanna sagt: „Ich möchte etwas Gutes für die Gesellschaft tun.“
Alina sagt: „Ich möchte Lindenberg für Jugendliche besser machen.“
Greta sagt: „Ich möchte mit Menschen für Menschen arbeiten.“

Die Mädchen lassen sich von Kritik nicht entmutigen.
Sie wollen zeigen, dass Vorurteile falsch sind.

Gemeinsam mit der Lebenshilfe Lindau arbeiten sie an einem Projekt.
Eine alte Telefonzelle wird zu einer Bücherbox umgebaut.
Dort können junge Menschen kostenlos Bücher tauschen.

Mitarbeitende der Lebenshilfe helfen beim Umbau.
Alle arbeiten gemeinsam und tauschen sich aus.

Dieses Projekt zeigt:
Junge Menschen engagieren sich und verdienen Anerkennung.


Michael Wollny
Öffentlichkeitsarbeit & Social Media
michael.wollny@lh-lindau.de