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Lebenshilfe Lindau produziert einzigartige Sieger-Trophäen für Hochgratlauf 2026

Der Hochgratlauf gehört zu den bekanntesten Bergläufen im Allgäu. Ein Kult-Event, das auch 2026 wieder viele Menschen faszinieren und begeistern wird. Es ist eine große Ehre und Freude für die Lebenshilfe Lindau und die Lindenberger Werkstätten, dass wir in diesem Jahr die Sieger-Trophäe produzieren durften.

Zu diesem ganz besonderen Handwerksauftrag mit Lokalkolorit kamen wir über eine persönliche Verbindung.

Jonas Hofmann ist Absolvent unseres Berufsbildungsbereichs (BBB) und wie die gesamte Familie Hofmann Mitglied im TSV Oberstaufen, der den traditionsreichen Hochgratlauf organisiert. So auch wieder in diesem Jahr am 6. September.

Tradition hat auch die Gestaltung sowie die Materialauswahl bei der Herstellung der Sieger-Trophäe. Der TSV Oberstaufen legt Wert darauf, dass der Preis von regionalen Akteuren mit einem Bezug zu unserer Allgäuer Heimat hergestellt wird.

Daher brachte Kerstin Harbich vom TSV Oberstaufen die Lebenshilfe Lindau mit den Lindenberger Werkstätten ins Spiel. Sie wusste, dass Jonas dort arbeitet und stellte den Kontakt zur Lebenshilfe über seine Mutter Nicole her. Und wir mussten nicht lange überlegen, hatten riesige Lust auf den Auftrag. 

Zwei Vorgaben galt es umzusetzen: Der Preis sollte ersten aus einheimischen Naturmaterialien gefertigt werden und zweitens den Hochgrat als Wahrzeichen der Region erkennbar darstellen. Die Werkstattleitung griff die Idee auf und beauftragte den Berufsbildungsbereich mit der Umsetzung als Projektarbeit.

Die Leiterin des BBB, Gisela Rudhart, hatte die Idee für ein Vesperbrett, wie man es von zünftigen Hütten-Brotzeiten kennt. Um die Hochwertigkeit des Produkts zu garantieren, hatten die Abteilungsleiter Tom Schneider und Bernd Griesbaum die Idee, zwei verschiedene Holzarten miteinander zu verleimen. Dadurch konnte die charakteristische Silhouette des Hochgrats sichtbar herausgearbeitet werden.

Jonas Hofmann war eng in die Gestaltung der beiden Bretter eingebunden, von denen jedes als handgemachtes Unikat am 6. September der schnellsten Läuferin und dem schnellsten Läufer überreicht werden wird. 

Dafür müssen auf den rund sechs Kilometern über 800 Höhenmeter zurückgelegt werden. Ob 2026 beim 48. Hochgratlauf neue Rekorde aufgestellt werden, ist fraglich. Schließlich gilt es sowohl bei den Herren als auch den Damen Fabelrekorde zu brechen. 

Die Bestzeit des Neuseeländers Jonathan Wyatt mit 29:37 Minuten geht auf das Jahr 2002 zurück. Der Rekord bei den Frauen liegt bei 37:56 Minuten und wurde von der ehemaligen deutschen Skilangläuferin Susanne Riermeier bereits im Jahr 1983 aufgestellt. 

Im vergangenen Jahr siegte Maximilian von Lippe mit 34:52 Minuten. Und Carola Dörries erreichte als schnellste Frau in 46:58 Minuten das Ziel an der Bergstation der Hochgratbahn.

Lust auf Hochgratlauf? Hier anmelden - Anmeldeschluss ist der 5. September 2026

Das Projekt-Team des Berufsbildungsbereichs der Lindenberger Werkstätten darf sich schon jetzt als Inklusionssieger feiern. Für die Mitarbeitenden war der Auftrag eine besondere Gelegenheit, handwerkliches Können, Kreativität und Teamarbeit unter Beweis zu stellen. 

Gleichzeitig zeigt die Zusammenarbeit, wie inklusive Projekte Menschen, Vereine und regionale Traditionen miteinander verbinden können – und wie aus einer Idee ein wertvolles Stück Allgäu mit großer Bedeutung entsteht.

VIDEO - Impressionen vom Hochgratlauf 2019

EINFACHE SPRACHE:

Der Hochgratlauf ist ein bekannter Lauf auf den berühmten Hochgrat im Allgäu.
Der Hochgrat ist 1.834 Meter hoch. Der Lauf geht bis zur Bergstation der Bergbahn.
Die Bergstation liegt auf 1.708 Metern.
Der Hochgratlauf findet dieses Jahr am 6. September statt.
Die Läufer rennen über 6 Kilometer weit und 800 Meter steil bergauf.
Die schnellste Frau und der schnellste Mann bekommen jeweils einen besonderen Preis.
Dieser Preis ist ein von Hand gemachten Vesper-Brett aus Holz.
Auf dem Brett sieht man die Form vom Berg Hochgrat.
Menschen mit Behinderung aus den Lindenberger Werkstätten haben die Bretter gemacht.
Der Mitarbeiter Jonas Hofmann war an der Arbeit eng beteiligt.
Sein Sport-Verein hatte den Auftrag an die Werkstatt gegeben.
Das gemeinsame Projekt zeigt gut, wie Inklusion in der Region funktionieren kann.


Michael Wollny
Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit & Social Media
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michael.wollny@lh-lindau.de