„Was Soziales machen würde mich schon interessieren, aber da verdient man ja nix.“
Es ist eines der Vorurteile gegenüber sozialen Berufen, das sich in der Öffentlichkeit am hartnäckigsten hält.
Vor allem junge Menschen können sich einen sinnstiftenden Beruf durchaus vorstellen. Häufig schreckt sie jedoch die vermeintlich schlechte Bezahlung ab.
Die Lebenshilfe Lindau setzt deshalb früh an – dort, wo sich Vorurteile noch nicht verfestigt haben: bei Schülerinnen und Schülern in der Region.
Daher freuen wir uns immer sehr, wenn uns Schulklassen besuchen kommen oder wir von Schulen zu Berufsorientierungstagen eingeladen werden. Anfang Juli fiel beides zeitgleich auf einen Donnerstag.
In Lindenberg besuchte uns eine 8. Klasse der Realschule und in Wangen waren wir vom Rupert-Ness-Gymnasium für eine Präsentation in die Stadthalle eingeladen worden.
Diese Begegnungen mit jungen Menschen, die am Anfang ihres Berufslebens stehen, sind für uns besonders wertvoll.
Wertvolle Begegnungen mit jungen Menschen
In Wangen schenkte uns die gesamte 10. Klasse - fast 100 Schülerinnen und Schüler - früh um 8 Uhr morgens ihre volle Aufmerksamkeit. Vielleicht konnten sich manche von ihnen in Sophia Schmid wiederfinden.
Die 22-Jährige ist ein echtes „Eigengewächs“ der Lebenshilfe Lindau und arbeitet hier als Heilerziehungspflegerin. Sie erzählt den Schülerinnen und Schülern, wie sie nach ihrem Abitur „noch keinen Plan für meine berufliche Zukunft“ hatte - dafür aber jede Menge Vorurteile gegenüber sozialer Arbeit.
Sophia spricht in der Stadthalle offen über ihr einst falsches Bild von einem Berufsfeld, das sie mittlerweile erfüllt und in dem „ich auch mein Leben lang bleiben möchte“.
Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei uns änderte ihre Sichtweise damals so grundlegend, dass sie sich direkt für die Ausbildung entschied. Heute gehört sie als Heilerziehungspflegerin zum Team Lebenshilfe Lindau.
Und wie war das mit dem Hungerlohn?
Sophia verrät, dass etwa eine Heilerziehungspflegerin oder ein Heilerziehungspfleger bis zu 4.000 Euro bereits im ersten Jahr nach der Ausbildung verdienen können. Wohlgemerkt als Einstiegsgehalt mit Zuschlägen nach tariflicher Eingruppierung.
Über ihren jungen Karriereweg hat Sophia bereits ausführlicher in einem Interview mit Michael Wollny gesprochen (HIER LESEN), der bei der Lebenshilfe die Öffentlichkeitsarbeit verantwortet.
Der ehemalige Journalist kam als Quereinsteiger vor zwei Jahren zur Lebenshilfe Lindau. Vor den Schülerinnen und Schülern des RNG spricht er von der großen gesellschaftlichen Bedeutung der sozialen Berufe, von einer Sinnhaftigkeit, nach der sich viele Menschen im Lauf ihres beruflichen Weges sehnen.
Eine Arbeit mit Sinn - und tollen Benefits
Peter Wenzler unterstreicht die große Bedeutung der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen. Der Werkstattleiter Soziales bei der Lebenshilfe Lindau skizziert die Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsbilder. Und auch die Benefits sind ein Thema. Etwa JobRad-Angebot und der EGYM Wellpass für Sport und Freizeit, den bei der Lebenshilfe Lindau bereits FSJler nutzen können.
Am Ende des Tages erhalten sowohl in Lindenberg als auch in Wangen alle jungen Menschen die herzliche Einladung, sich über ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) einen eigenen Eindruck von unserer abwechslungsreichen und wertvollen Arbeit zu machen.
So entstehen neue Perspektiven – und manchmal beginnt genau hier der Weg in einen Beruf, der Sinn stiftet und gute Zukunftsperspektiven bietet.
Mehr Infos gibt’s hier auf unseremJOB-PORTAL
